12"-Schallplatten kamen erstmals im Jahr 1931 auf den Markt, jedoch wurde ihre Verbreitung während der großen Wirtschaftskrise erheblich behindert. Das Hauptproblem war ihr hoher Preis, wodurch Schellackplatten den Markt beherrschten. Während des Zweiten Weltkriegs wurde Schellack knapp, und die US-Armee suchte nach alternativen Möglichkeiten, um ihre Soldaten mit Musik zu motivieren. So feierte das Vinyl sein Comeback. In der Nachkriegszeit entstand ein neuer Trend, der Schallplatten als führendes Trägermaterial für LPs etablierte.
Der Bedarf an höherer Kapazität für LPs, um Meisterwerke der klassischen Musik aufzunehmen und zu bewahren, führte zur Verlängerung der Spieldauer einer LP-Seite von 4 auf 17 Minuten. Im Jahr 1948 stellte Columbia Records eine bahnbrechende Erfindung vor, die bis heute überdauert hat: die "Mikrorille." Mit einer Umdrehungsgeschwindigkeit von 33⅓ Umdrehungen pro Minute (rpm) wurde die Spieldauer einer LP-Seite auf 22,5 Minuten erhöht, was bis heute Gültigkeit hat. Interessanterweise bestand die revolutionäre Erfindung darin, dass anstelle einer Metallnadel, die den Klang von Schellack- und Schallplatten übertragen hatte, ein kleiner Saphir oder Diamant-Kristall in den Tonabnehmer eingeführt wurde, um den Klang aus den feinen Rillen zu übertragen.
Im Laufe der Zeit gab es verschiedene Bemühungen, die Rillendichte zu optimieren, um eine längere Spieldauer zu ermöglichen. In den 1950er Jahren wurde es möglich, die Spieldauer einer LP-Seite auf 33 Minuten zu erhöhen, und dieser Trend erlebte in den 'goldenen' 1960er Jahren und zu Beginn der 1970er Jahre eine Blütezeit. Die veränderte Technologie, einschließlich der Anpassung der Rillendichte und -anzahl, erforderte jedoch auch Kompromisse und führte zu Klangveränderungen, wie der Reduzierung der Lautstärke und der Anpassung der tiefen Frequenzen. Verschiedene Experimente und Untersuchungen haben schließlich gezeigt, dass die optimale Spieldauer für beide Seiten einer LP zwischen 30 und 40 Minuten liegt.
Alles, was über dieses Maß hinausgeht, führt zur Beeinträchtigung der Klangqualität.