
„Hut ab vor allen Buchbindern!" Marek präsentiert CDs aus seiner Werkstatt, an die er sich gerne erinnert
Marek Kosulic, der Gründer von AZCD, widmet sich bereits seit 2003 der ...
Sie veröffentlichen ein neues Album und können es kaum erwarten, Ihr hübsch gestaltetes Cover in den Händen zu halten? Vor Produktion und Druck müssen zuerst die Daten korrekt vorbereitet werden, damit alles so wird, wie es werden soll - ohne weiße Ränder, ohne verschobene Farben und mit lesbaren Schriften. Wie geht das?

Oft hat ein Musiker die perfekte Idee für ein Album, verbringt viele Stunden im Aufnahmestudio und kann es dann kaum erwarten, die fertige CD oder das Vinyl in den Händen zu halten. Aber was ist mit den Grafiken? Dafür bleibt vielleicht nicht mehr so viel Budget übrig als notwendig wäre, also beschließt er, die Grafiken selbst oder mit einem befreundeten Künstler zu gestalten. Kommt Ihnen diese Situation bekannt vor? Leider kann sie trotz sorgfältiger Planung und verantwortungsbewusstem Vorgehen eintreten.
Wir haben Respekt vor Musikern, die sich dafür entscheiden, ihre Grafiken selbst zu gestalten. Wir wissen jedoch, dass nicht jeder von Ihnen ein begnadeter Grafiker und Drucktechniker ist, hingegen an Kreativität mangelt es Ihnen bestimmt nicht. Deshalb haben wir einige wichtige technische Punkte zusammengefasst, die Sie bei der Erstellung Ihrer Druckdateien beachten sollten.
Idealerweise verwenden Sie Illustrator, InDesign oder CorelDRAW für die Gestaltung von Grafiken und Druckdateien. Wir raten davon ab, Photoshop zu verwenden, weder für die Bearbeitung von vorhandenen Fotos noch für die Gestaltung neuer Grafiken, denn Photoshop ist in erster Linie für die Bearbeitung von Bitmap-Dateien gedacht.
Alle Punkte, die wir in diesem Artikel erwähnen, sind im Photoshop sehr schwierig, wenn nicht gar unmöglich zu lösen. Das Problem entsteht bereits beim Hochladen der Vorlage, die eine sehr entscheidende Rolle bei der Vorbereitung der Daten für einen bestimmten Drucker spielt.
Verwenden Sie unbedingt die Druckdaten-Downloads unserer Website. Warum? Andere Vorlagen passen wahrscheinlich nicht zu unserer Produktion. Damit das Ergebnis wirklich perfekt wird, müssen alle Druckdaten, von der Beschriftung des Umschlagrückens bis hin zu den Ausschnitten und Faltungen, auf den hundertstel Millimeter genau passen. Zu unseren Vorlagen gehören auch so genannte Layoutblätter, in denen Sie das jeweilige Produkt mit Maßen und anderen wichtigen Informationen beschriftet finden. Möglicherweise sind die Vorlagen auf den ersten Blick unübersichtlich und unverständlich. Wir empfehlen Ihnen, Ihre Vorlage auf einem einfachen Büro-Drucker auszudrucken und mit einer Schere auszuschneiden. Während die durchgezogene Linie den Schnitt anzeigt (hier entlang schneiden), zeigt die gestrichelte Linie die Faltung an (hier entlang falten). Auf diese Weise können Sie leicht sehen, wie der Umschlag entsteht und Sie können sich anhand der Vorlage besser die Ausrichtung der Seiten vorstellen. :-)

Verwenden Sie unbedingt die Download-Vorlagen unserer Website
Wir drucken in der Farbpalette CMYK. Die Eingabedaten müssen daher immer in diesem Farbmodell vorliegen. Bei der Umwandlung von RGB in CMYK kommt es zu einer ungewollten Farbverschiebung. Vergewissern Sie sich also immer, dass Sie mit CMYK arbeiten, bevor Sie die Arbeit mit einem Grafikprogramm beginnen. Die gleiche Regel gilt für den Schriftzug.
Vergessen Sie nicht auf die Beschnittzugabe um den Ausschnitt, an Faltlinien und anderen Stellen. Das Bild oder der grafische Druck sollte immer über die Schnittlinie hinausgehen. Maschinen sind nie ganz genau und es besteht die Gefahr, dass weiße Stellen entstehen, wenn der Druckbereich an der Schnittlinie endet. Das Gleiche gilt für Faltungen (bei aufklappbaren Hüllen, Digisleeves, Kartonhüllen, Vinylhüllen usw.). Die Beschnittzugabe sollte mindestens 3 mm betragen. Auf den Layoutbögen ist die Beschnittzugabe genau markiert, auch an Stellen, wo man ihn nicht erwartet.
Wenn Sie eine Datei hochladen, sollte der Text immer in Pfaden (Vektoren) umgewandelt sein, und zwar aus mehreren Gründen. Die Person, die die Datei nach Ihnen auf einem anderen Computer öffnet, sieht möglicherweise nicht die gleiche Schriftart oder den gleichen Font. Das Programm wählt normalerweise automatisch eine alternative Variante. Dies gilt vor allem für TTF (TrueType Font), weniger für OpenType.
Speichern Sie nicht Ihre Dateien nicht im Bitmap-Format. So verliert der Text seine Schärfe.
„Vektorgrafiken können unter gleichbleibender Qualität bearbeitet werden, während bei Bitmaps die Gefahr des Qualitätsverlustes groß ist.“
TIPP: Bevor Sie den Text in Pfade umwandeln, sollten Sie die Originalversion aufbewahren, in der Sie den Text bearbeiten können. Oft wird vergessen, die Originaldatei zu speichern, und es bleibt nur die zum Druck versendete Datei mit dem Text in Pfaden übrig. Sollte noch etwas im Text verändert werden, muss dann alles noch einmal gemacht werden.
Zur Veranschaulichung können Sie sich den Beispieltext in Pfaden und als Bitmap ansehen (800x vergrößert)
Die dünnste Linie der Schriftart in einer kontrastreichen hellen Farbe auf einem deutlich dunkleren Hintergrund sollte mindestens 0,2 mm dick sein. Bei einer dünneren Stärke als 0,2 mm wird die Schrift unleserlich (Problemstellen wie die Schwunglinien einzelner Buchstaben verschmelzen mit der Umgebungsfarbe).
Farbige Schriftzüge – also alles außer Schwarz oder Weiß -, sollten aus maximal zwei Farben der CMYK-Palette zusammengesetzt sein. Die Verwendung von drei oder vier Farben für Schriftzüge in kleiner als 8 pt kann beim Druck zu Unschärfen führen. Dasselbe gilt für Schwarz, das nicht aus allen CMYK-Farben bestehen darf, sondern nur aus K (d. h. nur Schwarz).

Wie ein fälschlicherweise aus allen Farben der CMYK-Palette generierter schwarzer Schriftzug gedruckt aussehen kann (vergrößert).
Schwarze Farbe sollte „überdruckt“ (overprinted) werden, insbesondere bei Schriftzügen. In der Praxis überdruckt die schwarze Farbe den Druckträger, d. h. die darunter liegende (meist farbige) Schicht. Sie dringt nicht in den Raum ein, der auf der Datei ausgespart ist.

Denken Sie daran, dass Papier kein hintergrundbeleuchteter Monitor ist. In der Praxis kann also ein CD-Cover in dunkler Farbe im Gegenlicht des Monitors perfekt, als Druck aber ganz anders aussehen. Machen Sie sich keine Sorgen - wir beraten Sie gerne. Bestellen Sie auch gerne einen sogenannten zertifizierten Probedruck, anhand dessen wir Ihnen genau zeigen können, wie Sie Ihren Entwurf farbig gestalten und wie er gedruckt aussehen wird. Auch die Entscheidung zwischen einer glänzenden oder matten Oberfläche spielt eine wichtige Rolle. Während ein Druck auf Kreidepapier besonders gut zur Geltung kommt, kann das gleiche Foto auf einer matt laminierten Platte an Kontrast verlieren.
Vergrößern! Verwenden Sie die Lupe/Zoomen Sie. In einer kleinen Vorschau mag alles perfekt gerade und zentriert erscheinen. Wenn Sie jedoch hineinzoomen, werden Sie manchmal mehr als einen Millimeter Unterschied entdecken, der wahrscheinlich schon im Druck sichtbar ist. Am meisten fallen Fehler am Rücken von Digipacks oder Inlays auf.
Erscheint Ihnen alles, was Sie gerade gelesen haben, zu kompliziert? Macht nichts. Wenn Sie einen Auftrag in den Produktionsrechner eingeben, haben Sie die Möglichkeit, eine der Optionen zur Aufbereitung oder Kontrolle Ihrer Druckdaten auszuwählen. Haben Sie bereits Dateien, die Sie verwenden wollen, oder benötigen Sie ein komplettes Design? Unsere Kunden wählen zwischen beiden Möglichkeiten.
Sie sind noch nicht sicher? Nachdem Sie sich für uns entschieden haben, besprechen wir gemeinsam die Probedrucke und sehen, ob alles so geklappt hat, wie es sollte. Erst wenn alles in Ordnung ist, beginnen wir mit der Produktion der Gesamtauflage. Fehlt Ihnen eine wichtige Information im Text? Werfen Sie einen Blick in die FAQs. Sollten Sie auch hier nicht schlau werden, schreiben Sie uns eine Nachricht. Gemeinsam finden wir einen Weg, auch wenn Sie ihn jetzt noch nicht sehen können.



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